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Präsentation als visuell-kommunikative Situation

Präsentationen sind Spezialfälle in der visuellen Kommunikation:
Eine oder wenige Personen stehen einer kleinen Gruppe bis
wenigen Personen gegenüber. Man setzt sich beispielsweise über
künftige Prozesse, Verfahren, Produkte oder Projekte auseinander
oder berichtet über den Stand eines Projektes. Oft sind die
Teilnehmer als Individuen persönlich bekannt und die Gesprächspartner
können in direkte face-to-face-Kommunikation treten. So
spielen individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Vorlieben eine Rolle.

Die oft abstrakte Auseinandersetzung mit einer Thematik erfordert –
neben kompetenten inhaltlichen Ausfhrung – visuelle Darstel-
lungen zur Veranschaulichung von Prozessen, Verfahren oder Produkten.

Die Besonderheit der Präsentation als Bestandteil von Design- bzw.
Entwicklungsprozessen besteht darin, dass wenige visuelle
Darstellungen einen Ausblick auf das Ergebnis des Prozesses geben
sollen, obwohl die Rahmenbedinungen oft noch nicht klar abgesteckt
sind. Das bedeutet aber auch, dem Auftraggeber bzw. der Projektgruppe
müssen anhand von Skizzen und Entwürfen eine Vielzahl an
Signifikaten vorgestellt werden, die zunächst nur optionale Lösungs-
ansätze der Problemstellung darstellen können. Das an dieser
Stelle Visualisierungen oder ästhetische und funktionale Modelle von
entscheidender Bedeutung sind, scheint selbstverständlich.

Der Einsatz der richtigen visuell-rhetorischen Stilmittel ist von
der Präsentationssituation, den einzelnen Teilnehmern und den zu
kommunizierenden Inhalten abhängig.