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Zur Theorie der Netzmedien

Printmedien und AV-Medien werden in kleinen bis weltumspannenden
Netzmedien zusammengeführt. Informationen können von
verschiedenen Geräten (Computer, PDA, Telefon, Fernseher, etc.)
empfangen, ausgegeben und von jedem Menschen, der über die
entsprechenden technologischen Möglichkeiten verfügt konsumiert werden.


Rekursive Dramaturgiemodelle

Beziehen sich Medien nicht auf eine statische Grundstruktur,
wird mit rekursiven Dramaturgiemodellen gearbeitet.
Bei Rekursivmodellen kann theoretisch jegliche mediale Präsentation
jederzeit inhaltlich oder strukturell verändert werden. So können
Texte verändert, Bilder ergänzt, Beiträge gelöscht oder Inhaltsver-
zeichnisse und Links verändert werden.

Rekursive Dramaturgiemodelle liegen komplexen Online-Medien zugrunde.
Der User durchbricht klassische Dramaturgiekonzepte, in dem er
sich eigenständig für oft nicht vorhersehbare Wege entscheidet. In
der Gestaltung wird die strukturelle Dramaturgie häufig durch eine
visuelle Dramaturgie ersetzt.

Man unterscheidet zwischen monothematischen und polythematischen
Online-Dramaturgien. Darüberhinaus können sich Netzdramaturgien
an einem zeitlichen Rhythmus orientieren. Grundsätzlich spielt ein inhaltlich
und visuell logischer, dramaturgischer Aufbau der Inhalte bzw. der
Seiten eine wichtige Rolle. Je tiefer sich der User in ein Thema einliest,
desto individueller können die Dramaturgien einzelner Themenkomplexe
ausfallen.

 

Semantic Web

Die Vision vom Semantic Web ist die Weiterentwicklung des gegenwärtig
präsentationsorientierten Webs zu einem universellen Kommunikations-
medium, in dem maschinelle Agenten im Auftrag von Menschen
gewisse Aufgaben erfüllen. So sollen Suchmaschinen effektiver funktionieren,
indem sie beispielsweise vom Benutzer eingegebene Sätze verstehen können.

In diesem Evolutionsprozess des Webs spielen Disziplinen wie Kommu-
nikationstechnologie, Sprach- und Wissensverarbeitung sowie intelligente
Benutzerschnittstellen eine Rolle.


Funktionalitäten werden anthropozentrischer


Für bestehende Informationen/Webinhalte werden von Menschen
zusätzliche Bedeutungsdimensionen aufgespannt, d.h. die im Web verfügbaren
Daten werden um Aussagen bezüglich ihrer Semantik angereichert.

Im ersten Ansatz werden durch kleine Änderungen bestehende Dokumente
mit maschinenlesbaren Beschreibungen versehen. So sollen Informationen
einfacher wiedergefunden bzw. genutzt werden können.

Der zweite Ansatz beschäftigt sich mit der Auswertung von vorhandener
Information. Im Idealfall ist jegliche Information in standardisierter
Form zugänglich und kann bei Bedarf auf ihre semantische Struktur hin
untersucht werden.