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Visuell-verbale Rhetorik

Die visuell-verbale Rhetorik untersucht Zusammenhänge zwischen
Sprache und Bild, ähnlich wie sie zwischen Tönen und Musik bestehen.

Visuelle Kommunikation bedeutet, den Benutzer bzw. Adressaten
einer Botschaft praktisch permanent zu beeinflussen. Emotionen
werden initiiert, Stimmungen werden angesprochen oder ausgelöst.
In der visuellen Kommunikation kann eine Ebene erreicht werden, die
unmittelbar auf den Menschen einwirkt. Das geschieht durch den
effizienten Einsatz visueller und sprachlicher Mittel, um bei anderen
Menschen Einstellungen zu bilden und ihre Handlungen zu beeinflussen.

Voraussetzung für das Funkionieren von visuell-verbalen rhetorischen
Kommunikationstechniken ist die Entscheidungsfreiheit des Adressaten.

 

Grafik-Design und visuelle Rhetorik

Reine Information ist für den visuellen Gestalter eine Abstraktion.
Indem er Information durch Gestaltung sinnlich erfahrbar macht,
beginnt der Prozess der rhetorischen Infiltration (nach McLuhan).

Im Gestaltungsprozess treten verbale und visuelle Komponenten in
Wechselwirkung, verbale und visuelle Rhetorik werden untrennbar.
Visuelle Kommunikation ist eingebettet in Sprache und geschieht
immer vor einem sprachlichen Hintergrund – explizit oder implizit.

 

> Visuell-verbale rhetorische Figuren im Heft
   Einführung in die Medienwissenschaften