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Dimension Zeit

Die vollkommene Erfahrung, die der Mediennutzer von einem
physischen Gegenstand bekommen kann, erschließt sich
aus der Bewegung. Dabei beeinflußt die Art und Weise der
Bewegung die Wahrnehmung entscheidend. Objekte werden
kurz, beim Vorbeilaufen, aus dem Flugzeug, in der eigenen
Hand oder für einen längeren Zeitraum in einer Ausstellung
betrachtet – und jedesmal ist das dabei gewonnene Bild ein
anderes.

Die relativen Abstände zwischen Betrachter und Objekt
und Bewegungsabläufe von Betrachter oder Objekt bedingen
die Erfahrung, die der Betrachter vom Objekt gewinnt.
Das bedeutet für realitätsnahe Simulationen von Objekten
in Raum und Zeit, dass jeder Darstellung eine durchdachte
Dramaturgie zugrunde liegen muß, die die relativen Beziehungen
zwischen Betrachter und Objekt nicht nur berücksichtigt
sondern bewusst strukturiert.

Rhythmus und Geschwindigkeit sind dramaturgische Stilmittel,
um ein Medium in de Dimension Zeit zu strukturieren.