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Raster

Die Wirkung eines Mediums hängt von fest definierten Gestaltungsmitteln
bzw. -Prinzipien ab. Diese werden in Form von Rastern definiert und
folgen klaren Regeln in der Anwendung. Gestaltungsraster unterstützen
die Identität eines Mediums und erleichtern die Kommunikation.
Je konsistenter diese Gestaltungsrichtlinen angewendet werden, desto
seriöser und glaubwürdiger wirkt eine Medienlösung.

Überflüssige Elemente (Farben, Linien, etc.) oder ein Sammelsurium an
Schriftarten lassen sehr schnell die Übersichtlichkeit verlieren oder
hindern den gewünschten Lesefluss. Die Lösung liegt hier häufig in der
Natur der Sache selbst, also in aus der Struktur eines Inhalts abgeleiteten
Gestaltungsmitteln, die im Medium Verwendung finden.

Ein straffer Auftritt unterstreicht die Relevanz einer Medien-Lösung.
Dies gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung: Je freier ein Raster
aufgefasst wird, je verspielter und gemixter Gestaltungsmittel eingesetzt
werden, desto unseriöser kann ein Medium wirken.

Häufig ist die Verwendung bestimmter Gestaltungselemente eine Frage
der Angemessenheit: Mit den richtigen Gestaltungsmitteln wird der
Leser oder User zum gewünschten Ziel geführt. Orientierung im medialen
Umfeld fällt immer dann leicht, wenn der Medienkonsument bzw.
Mediennutzer nicht von wesentlichen Informationen abgelenkt wird.


Semantik und Syntax

Der Zugang zu Information hat immer eine semantische und eine
syntaktische Dimension, ist einerseits vom Inhalt des Mediums bestimmt
und andererseits von den streng formalen Rahmenbedingungen,
die für das Medium definiert werden. Gute Gestaltungsraster beziehen
sich als syntaktische Struktur auf die zu kommunizierenden Inhalte.

 

Siehe auch Materialheft Systemik in der visuellen Gestaltung (Auszüge).