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Künstlich geschaffene Bilderwelten

Mit der Erfindung des Computers wurde er das neue Werkzeug
für Visualisierungen als Simulation von künstlichen dreidimensionalen
Welten: Computergenerierte Kunst, Computerkunst, Computergrafik,
Cyberkunst, etc.. Ziel der Bilder war es beispielsweise, fotorealistische
Szenen zu erstellen, zu beleuchten und zu „fotografieren“.

Zu Beginn des 21. Jhd. wird die Umwelt nach wie vor erfasst und
visualisiert, allerdings zunehmend auch um künstliche erlebbare
Welten ergänzt. Die Grenzen zwischen Abbildern der physischen Umwelt
und Bildern virtueller Welten verschwinden – neue Möglichkeiten
der Visualisierung entstehen.

Durch 3D-Bilder ist eine visuelle Bewertung von Objekten möglich,
die mittels 2D-Bildern nur schwer verständlich wären. So ist zum
Beispiel ein digitaler Abstandsregler in Entwicklung, der in 3D-Bildern
die unmittelbare Umgebung des Fahrzeugs wiedergibt.

3D-Navigationssysteme liefern in der orthopädischen Medizin
detailierte dreidimensionale Bilder über die jeweilige Anatomie des
Patienten und ermöglichen es dem Chirurgen präzise Eingriffe
durch kleinere Operationsschnitte durchzuführen.

Auch in der Geologie werden dreidimensionale Bilder eingesetzt.
Das sogenannte Bodenradar, zur Erkennung von Sedimentstrukturen und
-deformationen, liefert detaillierte 3D-Bilder des zu untersuchenden
Untergrundes, wie Hangrutschobjekte oder unterirdische Erosionsformen.

Mit dreidimensionalen Raumsimulationen werden zum Beispiel komplexe
Bauvorhaben detailgetreu nachempfunden und konstruiert.

Ein großer Vorteil der Prototypen-Animation ist die Möglichkeit,
Produktmerkmale und Funktionalitäten bis ins Detail erläutern zu können
und etwaige Fehlkonstruktionen oder -funktionen beseitigen zu können.

Für digitale Gebrauchsanleitungen bzw. technische Dokumentationen
ist die Animation ein wichtiges Werkzeug. Die Animationen können
durch beliebige Abstraktion äußerst realistisch oder visuell stark reduziert
sein, um den Betrachter eine Konzentration auf das Wesentliche zu
ermöglichen.