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Visuelle Dramaturgie – Dimension Zeit


Medien werden vom User in einem bestimmten Zeitraum
wahrgenommen. Die dem Mediennutzer zur Verfügung
stehende Zeitspanne bewusst einzusetzen, ist Ziel medialer
Dramaturgien.

Visuelle Dramaturgien
wenden Gestaltungsmittel zunächst
auf statische mediale Einheiten (einzelne Seiten) an und
steuern zum Beispiel Aufmerksamkeit und Blickführung des
Nutzers.

Zeitliche Dramaturgiekonzepte gehen einen Schritt weiter:
Einzelseiten (oder beispielsweise Einzelbilder im Film) werden
gezielt zu einer Abfolge von mehreren Seiten zusammengefügt.
So kann zum Beispiel die Betrachtungszeit bestimmter
Seiten größer sein, als bei anderen. Die Nutzungszeiten können
vom Medium vorgegeben sein (Animation, Film) oder aber
die Betrachtungszeiten werden vom Mediennuter selbst definiert
(Internetseiten).

Es besteht eine Vielzahl an Konzepten der dramaturgischen
Inszenierung
. Zeitliche Abfolgen können sich auf visuelle
Dramaturgien stützen oder an der dem Unser zur Verfügung
stehenden Zeit orientieren. Ausserdem können sich Dramaturgien
auf Inhalte beziehen: Durch die zeitliche Gewichtung werden
thematische Schwerpunkte gesetzt; bei journalistischen
Medien können Dramaturgiekonzepte von der Verfügbarkeit des
Content bzw. der Informationen abhängen. Darüberhinaus
können bestimmte Medien bestimmte Zeitrhythmen vorgeben
(bestimmte Sendeformate im Fernsehen, realistische Daten-
mengen bei Online-Anwendungen, etc.).

Rasterstrukturen können zeitliche Abläufe strukturieren.

 

ausführliche Darstellung von dramaturgischen Konzepten in den
Materialheften Journalistische Medien und Systemik in der visuellen Gestaltung